Die Transportleitzentrale der Deutschen Bahn – Mobility Tour #dbdfs (Teil 1)


Wer das große Glück hat, Karsten Sauer aka @sauerstoff zu kennen und ihm auch auf Twitter folgt (und seinen Blog regelmäßig liest), der bekommt immer mal wieder tolle Gelegenheiten, tolle und fantastische Dinge zu erleben und interessante Menschen kennen zu lernen.

So auch vergangene Woche an einem normalen Donnerstag. Schon einige Zeit vorher fragte er via Twitter, Facebook, Google+ und auf seinem Blog, wer denn Interesse an einer Mobility Tour hätte?! Eine Mobility Tour, die auf Twitter mit #dbdfs abekürzt wurde? Wie, was – und hä?
Ja, eine Mobility Tour – also eine Führung oder Rundgang durch zwei Firmen, die man/frau vom Namen her kennt, aber eigentlich nicht so weiß, wie so ein Laden richtig tickt. Konkret ging es um eine Führung bei der Deutschen Bahn in der Transportleitzentrale und später dann in der Deutschen Flugsicherung in Langen.

In diesem Blogpost möchte ich erstmal über die (leider viel zu kurze) Tour bei der Deutschen Bahn in der Transportleitzentrale berichten.

Die Tour fing schon lustig mit einem Tweet von @sauerstoff an:

War ja klar: zur Besichtigung bei der DB kommt Herr Sauer von der DB zu spät wg. der…. Naa? #seufz

Mit ein wenig Verspätung begann dann auch die Führung bei der DB. Äh, naja, vor den Toren der DB Netz in Frankfurt am Main trafen sich einige Twitterer (einige kannte ich schon durch das sagenumwobene #SchnitzelFFM) und durch eine Twitterdirektnachricht erfuhren wir, dass wir schon auch erwartet wurden.

Freundlich wurden wir von der Kontaktperson der DB Transportleitzentrale empfangen, saßen gemütlich in seinem Büro:

Unsere kleine Truppe bei der ZTP, auf dem Bild fehlt @sauerstoff, denn er hat das Foto gemacht.

Wie die Transportleitzentrale funktioniert hat Mahrko in seinem Blogpost eindrucksvoll beschrieben, deswegen verlinke ich auf seinen Artikel.

Sehr cool fanden wir einige Live-Demos, wie zum Beispiel einen Zug, der gerade Verspätung hatte, und welche Auswirkungen im Hintergrund abliefen. Von diesen Dingen bekommt der normale Zugfahrende nichts mit, ist aber alles sehr interessant. Das Zugpersonal vom Zugfahrleiter über die Servicekraft bis hin zu den Knotenpunkten (Bahnhöfe) und zur Transportleitzentrale in Frankfurt am Main sind sie alle vernetzt, über Bordcomputer, Notebooks und Smartphones.
Für mich als Networker natürlich auch unter dem Aspekt sehr beeindruckend, denn alle Systeme müssen in Echtzeit über schnelle Infrastruktur und Anbindung verfügen, von der Datenbank über die Schnittstellen, Notebook, Rechenzentren, Smartphones und und und…

Wir als Besucher fanden die blinkende Livekarte sehr eindrucksvoll:

Ansicht Livekarte von Zügen im ganzen Bundesgebiet (Foto: @alexschnapper)

Auf der Karte sah man dann (es kann auch reingezoomt werden) die Züge mit Zugnummer und der Anzahl der verspäteten Minuten an, bei einigen war es sehr rot, da irgendwo im Westen Deutschlands ein wichtiges Häuschen abbrannte und dadurch eine hohe Überlastung auf den Strecken mit sich trug. Klickte man auf den Zug, folgt ein weiteres Fenster mit weiteren Details, z.b. ob im Bordrestaurant die Kaffeemaschine defekt ist oder auf einem Behinderten-WC Klopapier fehlt oder defekt ist. Dies sind wichtige Informationen, um z.B. am nächsten Bahnhof oder geeigneten Zwischenhalt entweder durch Techniker dies zu bereinigen oder künftig einsteigende Personen die auf das Behinderten-WC angewiesen sind/wären auf einen anderen Zug zu buchen oder in ein anderen Wagen zu buchen. All dies geschieht in Echtzeit.

So ähnlich kenn ich Vorgänge aus meiner früheren Arbeit (Auftragsleitstelle bei einem Autokonzern) – natürlich nicht Passagieren, aber mit Fahrzeugteilen. Mit einem großen und gravierenden Unterschied. Und den möchte ich hier auch verdeutlichen: Sämtliche Entscheidungen die das Team der DB Transportleitzentrale trifft, dient in erster Linie dem Wohle des Kunden und erst zweitrangig den finanziellen Interessen. Wir hatten auch einen kleinen Blick zu den Kollegen (bei denen wir nicht fotografieren durften) und ich muss ehrlich sagen: Chapeau und Hut ab!

Durch diesen Einblick bei der Transportleitzentrale hab ich einen besseren Überblick erhalten. Auch verstehe ich viele Dinge jetzt vielleicht besser. Sollte ich mal wieder Bahn fahren und es erscheint der Hinweis „Zug hat 10 Minuten Verspätung“ oder ähnlicher Meldung werde ich schmunzeln, an die Kollegen hier in Frankfurt denken und auch wenn es zeitlich für meine Weiterfahrt vielleicht sehr ärgerlich wäre, wissen – dass die in der Transportleitzentrale alles menschenmögliche erwirken, damit es uns Bahnkunden an (fast) nichts mangeln sollte. (Oder ich setz einen Tweet an @DB_Bahn ab)

Vielen Dank an dieser Stelle an Karsten Sauer für diese tolle Chance, solche Einblicke, Erfahrungen und klasse Menschen kennen zu lernen. Ich kann nur jedem und jeder raten, sich solch ein Angebot und Chance von @sauerstoff nicht wieder entgehen zu lassen… (Den Blogpost über den Besuch bei der Deutschen Flugsicherung werde ich auch noch schreiben…)

(Falls einem Linguisten sachliche Fehler oder inhaltliche Mängel auffallen – ruhig behalten. Der Blogbeitrag ist lediglich eine kurze Wiedergabe eines emotionalen Erlebnisses)

Eine Antwort zu “Die Transportleitzentrale der Deutschen Bahn – Mobility Tour #dbdfs (Teil 1)

  1. Pingback: mahrko – co2-neutral durchs web » Mobility Tour: Zu Gast bei der Zentralen Transportleitung der Deutschen Bahn·

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