Lesetipp „Jenseits von Ninive“ von E M Jungmann @emju


Wie schreibt man einen Lesetipp für ein Buch (oder die eBook/Kindle-Version) ohne dabei zu sehr in den Inhalt hinein- oder  vorzugreifen? Ich habe eigentlich noch nie wirklich einen Lesetipp oder eine Leseempfehlung (Rezension) geschrieben. Dabei fällt mir ja auch ein, dass ich dies auch noch für ein anderes Buch (hat was mit Kirche und Social Media zu tun) erledigen wollte

emjuDie Autorin E M Jungmann ist mir durch frühere Barcamps aus Stuttgart und früheren SchnitzelS-Treffen (und Piraten) bekannt. Und bei der letzten Frankfurter Buchmesse hab ich sie auch besucht. Leider hab ich es nie geschafft zu einer ihrer Autorenlesungen zu kommen, auch wenn diese vereinzelt online stattfanden. Durch ihre Tweets und Beiträge auf Facebook wusste ich gut über ihre Buchvorstellungen Bescheid, ich fand das klasse.

Aber bisher habe ich noch keines ihrer Bücher gelesen, zu meiner Schande  gestehe ich ein. Ich hatte es aber immer vor zu tun. Durch einen Zufall habe ich mir die Kindle-App für Android aufs Smartphone geladen, ein anderes Buch (Plötzlich bist du da“ von Heiko Kuschel) gekauft und gelesen. Vom Leseerlebnis auf dem Smartphone positiv beeindruckt – gab es nun kein Grund mehr „Jenseits von Ninive“ nicht zu lesen. Und da ich nun (weil kein Auto mehr) mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit oder in die Stadt fahre, kann ich in der Zeit prima das Buch, äh eBook lesen.

Ich hatte mich vorher mit dem Inhalt des Buches nicht beschäftigt oder eingelassen und das war die beste Entscheidung überhaupt. Also fing ich an ohne Erwartungen oder Befürchtungen das Buch zu lesen und kann es auch nur jedem weiter empfehlen. Die Geschichte und Erzählhandlung sind besonders spannend, wenn mensch sich mit christlicher Religion auskennt oder befasst hat. Das macht vieles leichter, auch oft musste ich bei einigen Passagen schmunzeln und lächeln. Es ist ein Science-Fiction-Roman und spielt in der Zukunft, in der regiert ein Piscator mit seiner „heiligen Weltkirche“ die Erde und einige andere Galaxien. Nicht alle, viele müssen kriegerisch gezwungen werden, sich der Religion unterzuordnen. Das irritiert am Anfang, geht man doch schliesslich aus, das Christen oder religiöse Führer keine Gewalt ausüben oder zumindest in der Zukunft. Nun gut, es gibt ja auch schon jetzt in der Gegenwart Gegenbeweise, doch ich schweife ab… Zurück zum Buch…

Jenseits von Ninive - BuchcoverGerade weil es noch Gewalt bei der „Eroberung“ von anderen Planeten und Galaxien gibt wird der Hauptfigur des Romanes, Nadjeshda Iwanowna Kolesnikowa, der Auftrag erteilt einem Planeten namens Tremna ein Ultimatum zu übermitteln. Entweder der gesamte Planet unterwirft sich der „heiligen Weltkirche“ oder es wird komplett zerstört. Paradox, aber klingt spannend. Wer jetzt denkt „ah prima, das ist ja eine einfache Aufgabe, die Tremnatis ergeben sich, die Weltkirche gewinnt und Frieden ist sichergestellt“ liegt falsch. Erst mit diesem Befehl wird die Handlung spannend und packt einen, sie lässt einen nicht los. Oft war ich enttäuscht, dass ich beim Lesen in der S-Bahn saß und aussteigen musste und den Lesedrang bis zur nächsten Lesegelegenheit unterdrücken musste. Doch warum ausgerechnet die eifrige, ehrliche und gewissenhaft arbeitende Nadjeshda Kolesnikowa den Auftrag erhalten hat? Dies wird durch die Vorgeschichte und der beruflichen Laufbahn erklärt. Manchmal ist es mühsam, einigen Inhalten zu folgen weil der Handlungsstrang oft in Zeitsprüngen mit der Vergangenheit unterbrochen wird. Und auch die Sprünge von Ereignissen zu der Karriere einzelner Charaktere ist (gerade in der kindle-Version) nicht immer einfach. Aber je länger man liest, desto ersichtlicher wird es.

Viele Parallelen mit Befürchtungen und Alltagssorgen in der Gegenwart sind zu finden als auch alltägliche Probleme wie Freundschaft, Liebe und Hass und Gewalt und dem Glauben an etwas Besserem.

Auf der Facebookseite von EMJU habe ich folgenden Kommentar geschrieben (bevor ich diesen Blogbeitrag schrieb):

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Selten hab ich ein Buch oder eine Geschichte so intensiv gelesen wie nach den Welterfolgen „Illuminati“ und „Sakrileg“ des Autors Dan Brown. Bei anderen Büchern habe ich in der Mitte oder kurz vor Schluss aufgegeben weil mich die Handlung nicht mehr gepackt oder interessiert hat.

Und gerade durch meine positiven Erfahrungen mit „Jenseits von Ninive“ möchte ich euch das Buch empfehlen, entweder als Kindle- oder als Taschenbuch-Version. Viel Spaß und gute Unterhaltung damit. Ich jedenfalls hatte meine Freude daran und bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt…🙂

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