E-Mail an Rösler und Telekom bezüglich Netzneutralität


via change.org:

Knapp daneben ist auch vorbei

gestern hat die Telekom verkündet, die Drosselung des Internetanschlusses nun auf 2 Mbit/s statt wie bisher geplant auf 384 Kbit/s anzupassen.

Eines der größten Unternehmens Deutschlands denkt um. Warum? Weil hunderttausende Menschen seit sechs Wochen protestieren und ein 18-jähriger, Malte Götz, diese Petition ins Leben rief. Das ist ein toller erster Erfolg, der ohne Euch nicht möglich gewesen wäre.

Das ist aber nicht alles, wofür wir gekämpft haben. Knapp daneben ist auch vorbei. Die Reaktion der Telekom zeigt auch: Nur wenn Netzneutralität gesetzlich festgeschrieben wird, ist ein offenes und freies Internet gesichert. Und das sagen wir der Telekom und dem zuständigen Wirtschaftsminister Philipp Rösler jetzt auch:

Bitte schreibt jetzt eine kurze E-Mail an die Entscheidungsträger bei der Telekom und an unseren Wirtschaftsminister Rösler! Gemeinsam sorgen wir dafür, dass das Thema auf der Agenda bleibt.

Dies sind die E-Mail-Adressen: 

rene.obermann@telekom.demedien@telekom.deniek-jan.van-damme@telekom.deP.Blank@telekom.deMichael.Hagspihl@telekom.deinfo@telekom.dephilipp.roesler@bmwi.bund.deandreas.schuseil@bmwi.bund.deinfo@bmwi.bund.decarsten.jaeger@bmwi.bund.dehans-joachim.otto@bmwi.bund.de

Unser Textvorschlag (einfach in E-Mail kopieren und Name hinzufügen)

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Betreff: Ihr Handeln betrifft uns alle.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Skepsis habe ich die Ankündigung der Deutschen Telekom gelesen, die Drosselung der Internetanschlüsse nun nicht wie bisher bei 384 KBit/s sondern bei 2 MBit/s anzusetzen.

2016 wird ein Internetnutzer auch mit 2 Mbit/s kaum noch große Sprünge machen können. Gerade in Familien sind die gesetzten Volumengrenzen sehr schnell erreicht. Was mich aber vor allem ärgert: Jahrelang haben Sie uns schmackhaft gemacht, unsere Daten in die Cloud auszulagern und Cloud-Services in unser Leben zu integrieren. Und was machen Sie? Sie treten die Netzneutralität mit der Einführung der sogenannten „Managed Services” mit Füßen.

Durch Ihre neue Tarifstruktur sind Sie Mittäter bei der Errichtung eines Zwei-Klassen-Internets. Ist Ihnen überhaupt bewusst, was Ihr Handeln für unsere heutige Gesellschaft sowie für unsere Kinder und Kindeskinder bedeutet?

Telekom, Sie nutzen Ihre Marktmacht aus und sind an einem – für alle Nutzer gleichermaßen – frei zugänglichen Internet nicht interessiert. 

Herr Rösler, es ist an Ihnen, noch bis zur Wahl die Meinungsfreiheit und die Meinungsvielfalt im Internet zu erhalten. Ich fordere Sie hiermit auf zu handeln. 

Gemeinsam mit Hunderttausenden setze ich mich für eine gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität ein und fordere Sie hiermit auf, Gleiches zu tun.

Mit freundlichen Grüßen,

 

P.S.: Alexander Lehmann und Mario Sixtus haben ein Video zum Thema Zwei-Klassen-Internet gemacht. Falls Sie es noch nicht kennen sollten, empfehle ich den Konsum: http://www.netzneutralitaet.cc/

Ja – und das hab ich dann natürlich gemacht – die E-Mail geschrieben… Und ihr?